Strategische Beratung · Gesundheitswesen

Digitalisierung im Krankenhaus:
Entscheiden statt verwalten.

Digitalprojekte scheitern selten an der Technik.
Sie scheitern an fehlender Klarheit und mangelnder Konsequenz.

Patientenportale Patientenstromlenkung Datenbasierte Entscheidungen
Patientenströme im Fokus

Drei starke Handlungsansätze

Was sind Herausforderungen, mit denen Entscheidungsträger im Gesundheitswesen heute zu kämpfen haben? Es sind nicht mehr nur die internen Klassiker wie Finanzierung, Leistungsportfolio und Personal. Der unmittelbare Patientenkontakt, lange bevor die Entscheidung für ein Krankenhaus fällt, wird immer wichtiger für die eigene Auslastung und Profitabilität.

01

Patientenportale

Ein Patientenportal ist kein Frontend. Es ist ein Organisationsprojekt mit IT-Auswirkungen.
Die Frage ist: Welche Versorgungslogik soll unterstützt werden, und wie schnell ist die Organisation bereit, ihre Prozesse zu verändern?
  • Welche Prozesse werden tatsächlich digitalisiert – und welche nur abgebildet?
  • Wie integriert sich das Portal in KIS, Terminlogik und Dokumentenmanagement?
  • Wie werden die unausweichlichen Konflikte zwischen tradierten Abläufen und digitaler Logik aufgelöst?
Ein Portal ohne Prozessintegration bleibt Fassade.
02

Patientenstromlenkung

Wer Patientenströme nicht steuert, wird von ihnen gesteuert.
Überlastete Notaufnahmen und ineffiziente Terminstrukturen sind keine Kapazitätsprobleme. Sie sind Steuerungsprobleme. Digitalisierung ohne Steuerungskonzept verstärkt bestehende Schwächen.
  • Wo entstehen Engpässe wirklich – und wo werden sie nur sichtbar?
  • Welche Steuerungsmodelle sind organisatorisch durchsetzbar?
  • Wie wird die digitale Interaktion mit Patienten (siehe Portale) zum Schlüssel für die Lenkung von Bedarf und Angebot genutzt?
Für Krankenhäuser ist das eine Richtungsentscheidung: Entweder Weichen stellen – oder auf fremden Gleisen fahren.
03

Datenbasierte Entscheidungen

Daten sind vorhanden. Die Erkenntnis fehlt.
Isolierte Datenquellen, fehlende KPI-Definitionen, Reporting ohne Steuerungswirkung – das sind keine technischen Probleme. Es sind Governance-Probleme mit technischer Manifestation.
  • Welche Entscheidungen sollen durch Daten besser werden – konkret?
  • Wer definiert KPIs, und nach welcher Logik?
  • Wie wird aus Reporting echte Steuerung?
Ohne Verständnis für die eigenen Daten bleibt jede Strategie eine Hypothese und jede Entscheidung ein Versuch.

Gut gemeint, aber noch nicht gut geworden?

Befeuert durch das KHZG sind viele Projekte angestoßen worden. Nicht alle haben das Ziel erreicht und viele sind noch weit davon entfernt, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und letztendlich auch Nutzen zu bringen. Im Fall von Patientenportalen ist das immer so. Die Gesundheitsversorgung steht insgesamt erst am Beginn einer Entwicklung und manche Häuser haben die letzten Jahre genutzt, um bessere Voraussetzungen zu schaffen als andere.

Digitalisierung verändert Organisationen. Abläufe und auch die Ziel- und Ergebnismessgrößen werden transparent.

Wenn der erhoffte Nutzen bislang nicht eingetreten ist, kann das viele Gründe haben. Jedes Projekt und jede Organisation ist unterschiedlich. Es gibt aber Muster und wenn man nach Ursachen sucht und nach Ansätzen, um wieder voranzukommen, dann sind die folgenden sechs Punkte ein guter Startpunkt.
01
Ist das Zielbild belastbar?
Projekte starten, bevor die Frage geklärt ist, was erreicht werden soll. Das Ergebnis ist Technik ohne Richtung.
02
Ist eine Architektur leitend?
Integrationsprobleme entstehen nicht im Betrieb – sie werden in der Konzeptionsphase angelegt und dort auch gelöst oder ignoriert.
03
Ist Sicherheit ein Qualitätsmerkmal?
C5, B3S, DSGVO, NIS2 – wer diese Anforderungen erst am Ende denkt, zahlt doppelt und dreifach: in Zeit, Geld und Risiko.
04
Wird auf Basis von Daten gesteuert?
Die meisten Krankenhäuser haben Daten. Wenige nutzen sie, um operative und strategische Entscheidungen tatsächlich zu unterstützen.
05
Sind Prozesse radikal bis zum Ende durchdacht?
Digitalisierung beschleunigt – auch Schwächen. Wer Prozesse nicht vor der Implementierung klärt, skaliert Probleme statt Lösungen.
06
Ist Herstellerabhängigkeit die einzige Strategie?
Viele Entscheidungen werden von Anbietern geformt, nicht von eigenen Anforderungen. Das kostet Handlungsspielraum – langfristig und teuer.

Prozesse. Technologie. Menschen.

Diese drei Faktoren sehen wir in Projekten – und keiner ist optional. Wer einen davon auslässt, wird das Vorhaben an genau dieser Stelle scheitern sehen.

Deswegen legen wir Wert auf einige Prinzipien für gute Projekte.

Strategische Konzeption leitet die Implementierung – immer.
Zielarchitektur vor Lösungsauswahl. Nicht umgekehrt.
Sicherheit ist kein Nachtragspunkt. Sie ist der Rahmen.
Herstellerunabhängig – weil Abhängigkeit Handlungsspielraum kostet.
Agilität in klarem strukturellem Rahmen. Kein Widerspruch.
Digitalisierung, die Sie steuern. Nicht umgekehrt.
Regulatorik gehört in unserer Branche dazu NIS2 ISO 27001 DSGVO B3S C5 EU AI Act KHZG KHVVG ...

Zeit haben weder Sie noch wir zu verschenken.

Kein Kontaktformular, keine Sales-Tunnel. Wenn die Fragestellung konkret ist, lohnt sich ein direktes Gespräch.